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Beleuchtung und Planung

22 Fragen und Antworten, kurz erklärt. Zuletzt aktualisiert:

In welchem Abstand Spots installieren?

Der Abstand zwischen Einbauleuchten ist, abhängig vom Raum, anzupassen. Ist dieser zu eng, wirkt es schnell zu hell, ein weiter Abstand lässt dunkle Flächen entstehen.

Der Abstand von LED-Einbaustrahlern und Spots kann aufwändig berechnet werden. Dazu wird die Größe des Lichtkegels auf dem Boden berechnet und eine entsprechende Überschneidung eingeplant. In der Regel ist dies für den Wohnraum, ohne professionellen Lichtplaner, zu aufwändig und gar nicht nötig, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Abstand Einbaustrahler zu Wand: Raumhöhe / 4
Abstand Einbaustrahler zu Einbaustrahler: Raumhöhe / 2
  

Wer die Abstände genauer berechnen möchte, kann die folgende Formel nutzen, um den Lichtkegel einer Leuchte zu berechnen.

d = tan(α / 2) * l * 2

Wobei gilt: α = Abstrahlwinkel, l = Entfernung der Leuchte zur Oberfläche, d = Durchmesser des Lichtkegels.
Hierbei ist zu beachten, dass eine gewisse Überlappung der Lichtkegel notwendig ist, um eine gleichmäßige Beleuchtung zu erreichen. Vom Durchmesser des Lichtkegels sollte also noch etwa 1/4 abgezogen werden, um den Abstand zu erhalten.

Wie weit Spots von der Wand?

Der Abstand von LED-Spots zur Wand sollte so gewählt werden, dass der Lichtkegel auf etwa 3/4 der Wandhöhe bricht. Hier kann folgende Faustformel zur vereinfachten Berechnung genutzt werden:

Abstand Einbaustrahler zu Wand: Raumhöhe / 4

Die oben genannte Formel dient als Näherung und gilt bei einem Abstrahlwinkel von 90° der LED-Leuchten.

Wer den Abstand zur Wand genauer berechnen möchte, kann den Abstrahlwinkel der Leuchten mit in die Formel aufnehmen:

d = Raumhöhe * 1/4 * tan(Abstrahlwinkel / 2)

Zusätzlich zur Berechnung sollten lokale Gegebenheiten, wie z. B. Hängeschränke in der Küche oder andere Möbel, mit in die Planung einbezogen werden. Es kann z. B. Sinn machen, die Leuchten näher an einen Schrank heranzurücken, um den Innenraum des Schranks mit zu beleuchten.

Wie viele Einbaustrahler im Bad?

Im Bad brauchen Sie rund 300 Lumen pro Quadratmeter für die Grundbeleuchtung. Wie viele Einbaustrahler das sind, rechnen Sie aus der Fläche und dem Lichtstrom Ihrer Strahler.

Die Rechnung: Fläche in Quadratmetern mal 300 Lumen, geteilt durch den Lichtstrom eines Strahlers. Ein Beispiel: Bei einem Bad mit 6 Quadratmetern ergeben sich 1.800 Lumen. Hat jeder Strahler 450 Lumen, sind das vier Stück. Der Lichtstrom steht in den Produktdaten, den Rechenweg übernimmt auch unser Lumenrechner.

Einbaustrahler allein reichen im Bad meist nicht aus:

  • Dusche: Ist sie durch eine feste Wand abgetrennt, sollte dieser Bereich zusätzlich mit Feuchtraumleuchten beleuchtet werden.
  • Spiegel: Um den Spiegel gehört weiteres Licht, zum Beispiel unsere Linestra Wandlampen. Sie haben Schutzart IP20 und gehören an den Spiegel außerhalb des Spritzwasserbereichs.
  • Schutzart: Wo Spritzwasser auftreffen kann, brauchen die Leuchten mindestens IP44, siehe Sind LED-Einbaustrahler wasserdicht?

Im Bad lohnt sich eine dimmbare Beleuchtung, um die Helligkeit dem Tagesverlauf anzupassen: hell am Morgen, gedimmt am Abend. Eine Übersicht passender Leuchten finden Sie auf unserer Seite Badbeleuchtung.

Wie viele Einbaustrahler pro Quadratmeter?

Bei der Lichtplanung kommt oft die Frage auf, wie viele Einbaustrahler verbaut werden sollen. Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, da wir unsere Räume unterschiedlich nutzen und jeder unter „einer guten Ausleuchtung" etwas anderes versteht. Generell lässt sich festhalten, dass Küche und Bad heller beleuchtet werden als andere Zimmer. Insbesondere im Badezimmer bietet sich eine dimmbare Beleuchtung an, um die Beleuchtungsstärke im Tagesverlauf anzupassen.

Als Faustregel für eine Grundbeleuchtung sollten folgende Beleuchtungsstärken erreicht werden:

Wohnbereich & Flur: 100 lm/m²
Küche & Bad: 300 lm/m²
  

Generell gilt: „Man bringt das Licht dort an, wo es gebraucht wird." So sollte in einer Küche insbesondere die Arbeitsfläche und z. B. die Kochinsel beleuchtet werden.

Sind alle LED-Einbaustrahler dimmbar?

Nein, nicht jeder LED-Einbaustrahler lässt sich dimmen. Ob ein Strahler dimmbar ist, steht in den Produktdaten, und er funktioniert nur mit einem Dimmer, der dazu passt.

Damit das Dimmen gelingt, müssen drei Dinge zusammenpassen:

  • Der Strahler muss dimmbar sein. Ein nicht dimmbarer Strahler an einem Dimmer flackert, brummt oder kann Schaden nehmen.
  • Der Dimmer muss LED-tauglich sein. Dimmer für Glüh- und Halogenlampen arbeiten mit zu hohen Mindestlasten und lassen LEDs oft flackern.
  • Die Dimmerart muss passen. Es gibt Dimmer mit Phasenanschnitt und mit Phasenabschnitt. Welche Art der Strahler braucht, nennt der Hersteller im Datenblatt.

Ohne Dimmer gibt es zwei Wege: Mit Step-Dim-Strahlern dimmen Sie in Stufen über den normalen Wandschalter, siehe Dimmbare Strahler ohne Dimmer. Smarte Dimmer lassen sich per App oder Fernbedienung steuern, mehr dazu in unserem Ratgeber LED-Einbaustrahler smart dimmen.

Alle stufenlos dimmbaren Einbaustrahler und die passenden LED Dimmer finden Sie in den Kategorien.

Was ist bei LED Einbaustrahler zu beachten?

Bei der Auswahl des richtigen LED-Einbaustrahlers sind verschiedene Parameter zu beachten. Bei einer Renovierung oder Modernisierung sind insbesondere Einbaudurchmesser und Einbautiefe der Leuchten von zentraler Bedeutung, damit die Leuchten in die vorhandenen Öffnungen passen. Einbauöffnungen können mit einer Zentrierhilfe für Lochsägen vergrößert werden, was insbesondere bei alten MR16-Leuchten zum Einsatz kommt. Auch die Verkleinerung einer Öffnung kann mit Hilfe von Ausgleichsblenden erreicht werden.
Die Einbautiefe wird immer inklusive Materialstärke des Deckenmaterials angegeben. Hier sollte zusätzlicher Platz für die Hinterlüftung der Leuchten sowie die Kabelführung eingeplant werden.

Im Bereich der Lichteigenschaften einer LED-Einbauleuchte stellen die Lichtfarbe, Lumen sowie die Dimmbarkeit die wichtigsten Parameter dar. In Wohnräumen wird in der Regel eine Lichtfarbe von 2.700 bis 3.000 Kelvin genutzt, um eine angenehme Beleuchtung zu erhalten. Abhängig vom persönlichen Geschmack kann hier auch eine kaltweiße Lichtfarbe im Bereich 4.000 Kelvin genutzt werden.

Weitere Informationen zur Beleuchtungsstärke in Lumen finden Sie unter Wie viele Einbaustrahler pro Quadratmeter?

Was bedeutet der Abstrahlwinkel bei LED-Einbaustrahlern?

Der Abstrahlwinkel gibt an, wie breit sich das Licht eines Einbaustrahlers verteilt: Je kleiner der Winkel, desto enger und heller ist der Lichtkegel, je größer der Winkel, desto weicher und breiter wird die Fläche ausgeleuchtet.

Als Richtwert gilt:

  • Etwa 25 bis 40 Grad: enger Lichtkegel für Akzente, zum Beispiel auf ein Bild, ein Regal oder eine Wand.
  • Etwa 60 Grad: mittlere Streuung, gut für Arbeitsbereiche, Flure und Küchenzeilen.
  • 90 bis 120 Grad: breite, gleichmäßige Streuung für die Grundbeleuchtung von Wohnräumen, Küche und Bad.

Wie groß der Lichtkreis wird, hängt zusätzlich von der Höhe ab. Rechnerisch ergibt sich bei 2,5 m Abstand zwischen Strahler und beleuchteter Fläche bei 36 Grad ein Kreis von etwa 1,6 m Durchmesser, bei 60 Grad von etwa 2,9 m und bei 90 Grad von etwa 5 m. Zum Rand des Kreises hin wird das Licht schwächer.

Mit einem breiten Winkel kommen Sie mit weniger Strahlern aus, bei einem engen Winkel entstehen einzelne helle Kreise mit dunklen Zonen dazwischen. Schwenkbare Strahler verändern die Richtung des Lichts, nicht den Winkel. Den Winkel finden Sie im Datenblatt und in den Produktdaten jedes Strahlers.

Wie weit die Strahler auseinander sitzen sollten, lesen Sie unter Abstand der Spots, die passende Anzahl berechnet unser Lumenrechner. Alle LED Einbaustrahler finden Sie in der Kategorie.

Sind LED-Einbaustrahler wasserdicht? Kann ich sie im Badezimmer installieren?

Einige LED-Einbaustrahler sind wasserdicht und können sicher in Bereichen mit hoher Feuchtigkeit wie Badezimmern oder Küchen installiert werden. Die Wasserdichtigkeit wird durch den IP-Schutzgrad angegeben, der aus zwei Ziffern besteht. Die erste Ziffer zeigt den Schutz vor festen Objekten (wie Staub), die zweite Ziffer den Schutz vor Flüssigkeiten. Ein IP65-Einbauspot wäre beispielsweise vollständig staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Für die meisten Anwendungen im privaten Umfeld reicht jedoch die Schutzklasse IP44. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich gerne an unser Leuchtenmarkt-Team.

Kann ich meine vorhandenen Halogen-Einbaustrahler durch LED-Einbaustrahler ersetzen?

Ja, in der Regel lassen sich Halogen-Einbaustrahler durch LED ersetzen. Wie viel Aufwand das ist, hängt davon ab, ob Ihre Strahler an 230 Volt oder an 12 Volt hängen.

  • Sockel GU10 (230 Volt): Meist genügt es, das Halogenleuchtmittel gegen ein LED-Leuchtmittel mit GU10-Sockel zu tauschen. Die vorhandene Fassung und die Verkabelung bleiben.
  • Sockel GU5.3 oder MR16 (12 Volt): Hier sitzt ein Transformator in der Leitung. Er muss zu LED passen: Viele Halogentrafos haben eine Mindestlast, die ein LED-Leuchtmittel unterschreitet, dann flackert oder erlischt das Licht. Oft ist ein LED-tauglicher Trafo nötig, oder Sie ersetzen den Strahler mit Trafo komplett durch einen 230-Volt-LED-Einbaustrahler.
  • Komplett tauschen: Passen Einbautiefe und Lochmaß, können Sie auch den ganzen Strahler ersetzen. Die Maße finden Sie unter Einbautiefe und Lochmaß.

Vergleichen Sie die Helligkeit in Lumen, nicht in Watt: Ein Halogenstrahler mit 35 Watt entspricht grob einem LED-Strahler mit 4 bis 5 Watt. Haben Sie einen Dimmer, muss er LED-tauglich sein, ein alter Halogen-Dimmer lässt LEDs oft flackern, siehe Welcher Dimmer passt zu LED-Einbaustrahlern?

Arbeiten an der Verkabelung oder am Trafo gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Bei Fragen zu Ihrem Strahler helfen wir Ihnen gern über unser Kontaktformular.

Sind LED-Einbaustrahler energieeffizient?

Ja, LED-Einbaustrahler gehören zu den sparsamsten Leuchten überhaupt: Sie brauchen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Strom als Halogenstrahler und halten deutlich länger.

Wie effizient ein Strahler ist, zeigt die Lichtausbeute in Lumen pro Watt (lm/W): Je mehr Lumen er pro Watt liefert, desto weniger Strom braucht er für dieselbe Helligkeit. Bei den Produkten finden Sie außerdem die Energieeffizienzklasse nach dem EU-Energielabel (A bis G) und die Leistung in Watt.

Ein Beispiel zur Orientierung: Zehn Halogenstrahler mit je 35 Watt verbrauchen bei vier Stunden täglich rund 510 Kilowattstunden im Jahr. Zehn LED-Strahler mit je 7 Watt kommen bei gleicher Nutzung auf rund 100 Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde sind das etwa 140 Euro weniger im Jahr. Ihre Ersparnis hängt von Strompreis, Leistung und Brenndauer ab, die Zahlen sind ein Rechenbeispiel.

Weniger Strom sparen Sie zusätzlich, wenn Sie die Strahler dimmen oder Lichtkreise getrennt schalten und nur das Licht einschalten, das Sie gerade brauchen. Mehr zur Lebensdauer finden Sie unter Wie lange halten LED Einbaustrahler?

Was bedeutet die Farbtemperatur bei LED-Einbaustrahlern?

Die Farbtemperatur beschreibt in Kelvin (K), ob das weiße Licht eines Strahlers eher warm und gelblich oder kühl und bläulich wirkt: Je niedriger der Wert, desto wärmer das Licht.

  • 2.700 K: sehr warmes Licht, ähnlich einer klassischen Glühlampe. Gemütlich für Wohn- und Schlafzimmer.
  • 3.000 K: warmweiß, die häufigste Wahl für Wohnräume, Esszimmer und Flur.
  • 4.000 K: neutralweiß bis kaltweiß, klar und sachlich. Passt zu Küche, Bad, Arbeitsbereichen und Hauswirtschaftsraum.
  • 5.000 K und mehr: tageslichtweiß, in Wohnräumen selten gewünscht, eher für Werkstatt und Büro.

Wichtig ist, in einem Raum nur eine Lichtfarbe zu verwenden. Strahler mit unterschiedlicher Farbtemperatur nebeneinander fallen sofort auf. Das gilt auch für spätere Nachkäufe: Prüfen Sie den Kelvin-Wert, bevor Sie Leuchtmittel ersetzen. Die Farbwiedergabe ist eine eigene Angabe, mehr dazu unter Was bedeutet der CRI-Wert?

Welche Lichtfarbe zu welchem Raum passt, sehen Sie auch in unseren Ratgeberseiten für Küche und Bad.

Was kostet ein Einbaustrahler?

Der Preis für LED-Einbaustrahler hängt vor allem von drei Faktoren ab: der Qualität der verbauten LED-Komponenten (Markenware wie Osram ist in der Regel etwas teurer als No-Name, dafür langlebiger und farbstabiler), der Ausstattung (dimmbar, schwenkbar, IP-Schutzklasse für Feuchträume) und der Set-Größe. Einzelne Strahler sind günstiger pro Stück in größeren Sets erhältlich.

Ein gutes Preis-Leistungs-Beispiel mit Markenkomponenten ist unser 6er Set LED Einbaustrahler Osram Superstar, matt-chrom, warmweiß — den aktuellen Preis sehen Sie direkt auf der Produktseite.

Welche LED-Einbaustrahler sind gut?

„Gut" bedeutet bei LED-Einbaustrahlern vor allem drei Dinge: hochwertige LED-Chips mit stabiler Lichtfarbe und guter Farbwiedergabe (CRI ≥ 80), eine saubere Verarbeitung von Gehäuse und Haltefeder für einen sicheren Sitz in der Decke, sowie transparente technische Angaben (Lumen, Kelvin, IP-Schutzklasse) statt vager Werbeversprechen. Markenkomponenten wie LEDs von Osram sind dabei ein starkes Qualitätssignal, weil Lichtstrom und Lebensdauer belastbar spezifiziert sind.

Ein bewährtes Beispiel aus unserem Sortiment ist das 6er Set LED Einbaustrahler Osram Superstar, matt-chrom, warmweiß — mit Osram-LED-Technik und in mehreren Oberflächen und Lichtfarben erhältlich. Die genauen technischen Daten finden Sie direkt auf der Produktseite.

Welche Einbautiefe brauchen LED Einbaustrahler?

Die benötigte Einbautiefe hängt vor allem vom Leuchtmittel ab. Klassische Einbaustrahler mit GU10-Lampe und Fassung brauchen je nach Modell etwa 65 bis 90 mm Platz über der Deckenunterkante. Flache LED Einbaustrahler kommen mit deutlich weniger aus, viele Modelle bereits mit 30 bis 40 mm.

Die angegebene Einbautiefe gilt immer inklusive der Stärke des Deckenmaterials. Bei einer Gipskartondecke mit 12,5 mm Plattenstärke und 27 mm Lattung stehen zum Beispiel knapp 40 mm zur Verfügung. Planen Sie zusätzlich rund 1 bis 2 cm für Kabel, Klemmen und die Hinterlüftung der Leuchte ein.

Beispiele aus unserem Sortiment:

Vorhandene GU10-Einbaustrahler lassen sich mit einem flachen Modul wie dem LED GU10 Modul FLAT DIM (nur 20 mm Bauhöhe) ebenfalls auf eine geringe Einbautiefe bringen. Alle flachen Modelle finden Sie unter LED Einbaustrahler flach.

Welches Lochmaß haben Einbaustrahler?

Das mit Abstand häufigste Lochmaß für Einbaustrahler ist 68 mm. Viele Modelle mit Haltefedern sitzen auch in Bohrlöchern von etwa 68 bis 75 mm sicher. Daneben gibt es kleinere Mini-Spots ab etwa 42 bis 55 mm und größere Downlights mit 85 bis 115 mm Lochmaß.

Das Lochmaß wird beim Hersteller meist als Einbaudurchmesser angegeben. Es ist kleiner als der sichtbare Außendurchmesser des Rahmens, denn der Rahmen liegt auf der Decke auf und verdeckt den Lochrand. Messen Sie bei einer Renovierung immer das vorhandene Loch selbst, nicht den alten Rahmen.

Passt das vorhandene Loch nicht zur neuen Leuchte, gibt es zwei Lösungen:

  • Loch zu klein: Mit einer Zentrierhilfe für Lochsägen lässt sich ein vorhandenes Loch sauber vergrößern, zum Beispiel von alten MR16-Leuchten auf 68 mm.
  • Loch zu groß oder ausgefranst: Eine Ausgleichsblende deckt größere Öffnungen ab. Unsere Ausgleichsblende Ø 15 cm verdeckt Bohrlöcher bis 140 mm und nimmt Einbaustrahler mit 62 bis 75 mm Einbaudurchmesser auf.

In unserem Shop können Sie die LED Einbaustrahler direkt nach Einbaudurchmesser filtern.

Welche GU10 LED ist die richtige?

Eine passende GU10 LED wählen Sie am besten anhand von fünf Angaben auf der Verpackung oder im Datenblatt:

  • Helligkeit in Lumen: Die Watt-Angabe sagt bei LEDs wenig über die Helligkeit aus. Als grobe Orientierung ersetzt eine GU10 LED mit etwa 350 bis 450 Lumen einen 50-Watt-Halogenspot.
  • Lichtfarbe in Kelvin: Für Wohnräume sind 2.700 bis 3.000 K (warmweiß) üblich, für Küche, Bad oder Arbeitsbereiche auch 4.000 K (neutralweiß). Mehr dazu unter Was bedeutet die Farbtemperatur?
  • Abstrahlwinkel: 36 bis 38° für Akzentlicht auf Bildern oder Arbeitsflächen, 100 bis 120° für eine breite, gleichmäßige Grundbeleuchtung.
  • Dimmbarkeit: Nur LEDs mit dem Hinweis „dimmbar“ gehören an einen Dimmer. Nicht dimmbare Lampen flackern am Dimmer oder fallen früher aus.
  • Baulänge: Eine normale GU10-Lampe ist rund 55 mm lang. Bei flachen Decken helfen kurze Bauformen oder flache GU10-Module mit nur etwa 20 mm.

Achten Sie außerdem auf eine gute Farbwiedergabe von mindestens CRI 80. Eine dimmbare Lampe für warmes Akzentlicht ist zum Beispiel die GU10 LED Reflektorlampe 7 W, 530 lm, 3.000 K, 38°. Unsere gesamte Auswahl finden Sie unter LED Lampen GU10 und, für geringe Einbautiefen, unter LED Module 230V.

GU10 Leuchtmittel oder fest verbaute LED: was ist besser?

Beide Lösungen haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, wie flexibel Sie später bleiben möchten und wie viel Platz in der Decke zur Verfügung steht.

Einbaustrahler mit GU10-Fassung

  • Leuchtmittel einzeln tauschbar, auch noch nach vielen Jahren
  • Lichtfarbe, Helligkeit oder Abstrahlwinkel lassen sich später ändern
  • GU10-Lampen sind überall erhältlich
  • Nachteil: größere Einbautiefe, meist 65 bis 90 mm

Einbaustrahler mit fest verbauter LED

  • Sehr flach, oft schon ab 30 mm Einbautiefe
  • LED und Gehäuse sind aufeinander abgestimmt, das sorgt für eine gute Wärmeableitung
  • Nachteil: Bei einem Defekt wird in der Regel die ganze Leuchte getauscht

Einen Mittelweg bieten flache GU10-Module wie das LED GU10 Modul FLAT DIM. Es ist nur 20 mm hoch, sitzt aber in einer normalen GU10-Fassung und bleibt damit austauschbar. Für die meisten Wohnräume ist das die flexibelste Lösung. Einen Überblick über beide Bauarten finden Sie bei unseren LED Einbaustrahlern 230V.

Was bedeutet der CRI Wert bei LED Einbaustrahlern?

Der CRI (Color Rendering Index), auch Ra-Wert genannt, gibt an, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wirken. Die Skala reicht bis 100, das entspricht der Farbwiedergabe von Tageslicht oder einer Glühlampe. Je höher der Wert, desto echter wirken Hauttöne, Holz, Lebensmittel und Stoffe.

  • CRI 80: gute Farbwiedergabe, Standard für Wohnräume, Flure und Treppenhäuser. Die EU-Ökodesign-Vorgaben verlangen für die meisten Lichtquellen heute mindestens diesen Wert.
  • CRI 90 und mehr: sehr gute Farbwiedergabe. Sinnvoll im Bad am Spiegel, in der Küche über der Arbeitsfläche, im Ankleidebereich und im Ladenbau.

Den CRI finden Sie im Datenblatt oder in den Produkteigenschaften, häufig als „CRI > 80“ oder „Ra ≥ 90“. Auf dem EU-Energielabel steht er nicht. Bei uns ist der Wert bei jedem Einbaustrahler und Leuchtmittel in den technischen Daten angegeben.

Weitere Kriterien für gute Leuchten finden Sie unter Welche LED-Einbaustrahler sind gut?

Wie lange halten LED Einbaustrahler?

Hochwertige LED Einbaustrahler und Leuchtmittel sind für 25.000 bis 50.000 Betriebsstunden ausgelegt. Bei drei Stunden Brenndauer pro Tag entsprechen 50.000 Stunden über 40 Jahren. Unser Oley Leuchten GU10 Spot ECO ist zum Beispiel für bis zu 50.000 Stunden angegeben.

Die Angabe beschreibt nicht den Zeitpunkt, an dem die LED ausfällt. LEDs werden langsam dunkler. Die Lebensdauer gibt meist an, wann die Helligkeit auf 70 % des Anfangswerts gesunken ist (L70).

Fällt ein LED-Spot deutlich früher aus, liegt es fast immer an einer dieser Ursachen:

  • Wärmestau: Aufliegende Dämmung oder ein zu enger Hohlraum lassen die Elektronik überhitzen. Abhilfe schafft ein Abstandshalter für Einbaustrahler.
  • Falscher Dimmer: Nicht LED-taugliche Dimmer oder nicht dimmbare LEDs am Dimmer belasten den Treiber. Siehe Welcher Dimmer passt zu LED-Einbaustrahlern?
  • Billige Elektronik: Meist fällt nicht der LED-Chip aus, sondern das Vorschaltgerät. Markenkomponenten und eine lange Garantie sind daher ein gutes Qualitätszeichen.

Auf unsere Eigenmarke Oley Leuchten geben wir 5 Jahre Garantie. Details finden Sie in den Garantiebedingungen.

Wie ordne ich LED Spots an der Decke an?

Die Anordnung richtet sich danach, was das Licht leisten soll. Drei Grundmuster decken die meisten Räume ab:

  • Gleichmäßiges Raster: für eine helle Grundbeleuchtung in Wohnzimmer, Küche oder Büro. Die Spots sitzen in Reihen mit gleichen Abständen, ausgerichtet an der Raummitte.
  • Reihe entlang der Wand: ideal für Flure, Schränke und Bilderwände. Die Spots beleuchten die Wandfläche, der Raum wirkt dadurch größer.
  • Gezielte Akzente: über Esstisch, Kochinsel, Waschtisch oder Arbeitsflächen. Hier sind Spots mit engem Abstrahlwinkel (36 bis 38°) oder schwenkbare Modelle sinnvoll.
Abstand Einbaustrahler zu Wand: Raumhöhe / 4
Abstand Einbaustrahler zu Einbaustrahler: Raumhöhe / 2
  

Bei 2,50 m Raumhöhe ergibt das etwa 60 cm Wandabstand und 125 cm zwischen den Spots. Die genaue Herleitung finden Sie unter In welchem Abstand Spots installieren?

Typische Fehler sind Spots direkt über Sitzplätzen, die blenden, und Spots im Rücken der Person an Arbeitsflächen, die Schatten werfen. Prüfen Sie vor dem Bohren außerdem Deckenbalken, Lattung und vorhandene Leitungen. Wie viele Spots Sie für die gewünschte Helligkeit brauchen, berechnet unser Lumenrechner.

Wie viele LED Spots brauche ich in der Küche?

Für die Grundbeleuchtung einer Küche rechnet man mit etwa 300 Lux, über den Arbeitsflächen mit rund 500 Lux. Als vereinfachte Faustregel gilt: Lux mal Raumfläche ergibt die benötigten Lumen.

Beispiel: 10 m² Küche x 300 lx = 3.000 lm
3.000 lm / 480 lm pro Spot = ca. 6 bis 7 Spots
  

Dazu kommt das Licht an der Arbeitsfläche. Am besten setzen Sie dafür eine eigene Reihe Spots etwa 30 bis 50 cm vor die Vorderkante der Hängeschränke, direkt über die Arbeitsplatte. So steht man beim Schneiden nicht im eigenen Schatten. Über einer Kochinsel eignen sich zwei bis drei Spots mit engerem Abstrahlwinkel.

Für die Küche bewähren sich:

  • Lichtfarbe 3.000 K für eine wohnliche Küche, 4.000 K für ein klares, frisches Licht
  • eine Farbwiedergabe ab CRI 90, damit Lebensmittel natürlich aussehen
  • dimmbare Spots oder getrennte Schaltkreise für Grund- und Arbeitslicht

Ihre genaue Spot-Anzahl ermittelt unser Lumenrechner. Weitere Werte für andere Räume finden Sie unter Wie viele Einbaustrahler pro Quadratmeter?

Welche Einbaustrahler eignen sich für außen und den Dachüberstand?

Für den Außenbereich muss ein Einbaustrahler gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Entscheidend ist die IP-Schutzart:

  • IP44 schützt gegen Spritzwasser. Das reicht für überdachte Bereiche wie Dachüberstand, Carport oder Vordach, die nicht direkt beregnet werden.
  • IP65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Wählen Sie IP65 an der Wetterseite, bei Schlagregen und in offenen Bereichen.

Im Dachüberstand ist der Hohlraum oft nur wenige Zentimeter tief. Flache Modelle wie der LED Einbaustrahler FLOOD IP44 mit 29 mm Einbautiefe passen hier meist problemlos. Für stärker belastete Stellen eignet sich der LED Einbaustrahler JET IP65. Er ist dimmbar und zusätzlich brandschutzklassifiziert.

Achten Sie außerdem auf:

  • korrosionsbeständige Materialien wie Aluminium oder Edelstahl, besonders in Küstennähe
  • warmweißes Licht um 3.000 K, das Insekten weniger anlockt als kaltweißes
  • eine Steuerung per Bewegungsmelder oder Dämmerungsschalter, um Strom zu sparen

Die Installation im Außenbereich gehört in die Hände einer Elektro-Fachkraft. Passende Modelle finden Sie unter LED Einbaustrahler für den Außenbereich.

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